Archiv der Kategorie 'Kunst'

München mit dem Rad

Mittwoch, den 15. August 2007

Vergangenen Montag waren Caro und ich bei der gut besuchten “Freilicht Valentin vertonten Stummfilmnacht” im Innenhof des Isartors. Stummfilme von Karl Valentin wurden mit neu komponierter (bzw. teilweise sehr improvisierter) Live-Musik untermalt und durch unfreiwillig lustige Publikumseinlagen aufgelockert (zwischen ersten und zweiten Stummfilm hat sich eine Besucherin lauthals beschwert, dass ihr vor Stunden reservierter Platz jetzt weg sei und das doch alle so gemacht hätten, woraufhin der gesamte Innenhof gelacht und applaudiert hat). Eines jedoch ist uns aufgefallen: wir haben doch noch einige Ecken in München nicht gesehen.

Muenchen

Kurz entschlossen wurde der heutige Feiertag dazu genutzt, unsere Wahlheimat ein Stückchen mehr kennenzulernen. Von uns zu Hause ging es in einer großen Runde einmal quer durch die Stadt, vorbei am Bayerischen Landtag und zum Friedensengel, entlang der Strecke der Sightseeing-Bustouren zum Nationalmuseum, über den Königsplatz nach Nymphenburg und dort in den Hirschgarten. Nach einer Pause im Biergarten ging es vorbei an der Bavaria und den schon teilweise aufgebauten Oktoberfest-Zelten wieder zurück nach Hause.

Muenchen

Ein sehr schöner Ausflug, aber da gibt’s wohl immer noch mehr zu sehen.
Viele Grüße
Fluffi :)

Berlin - Reisebericht

Montag, den 26. März 2007

Am vergangenen Donnerstag sind Caro und ich für ein verlängertes Wochenende nach Berlin gefahren. Ein paar Tage Urlaub konnten nicht schaden - außerdem wollten wir uns endlich davon überzeugen, dass Daniel in Berlin eine nette Wohnung gefunden hat (ja, er hat).

Berlin

Nachdem wir uns am Donnerstag aufgrund des schlechten Wetters nur von einem ins andere Geschäft retten konnten und am Abend mit Daniel Essen waren bzw. das Nachtleben erkundet hatten, war freitags für Caro und mich erst mal Sightseeing angesagt. Zwar hatten wir beide schon des öfteren Gelegenheit dazu gehabt, trotzdem gab es noch hier und da Ecken, die wir bisher nicht gesehen hatten. Entweder weil es die Ecken früher noch nicht gab (wie die Holocaust-Gedenkstätte) oder weil man wohl nie alle Ecken in Berlin kennen kann (ich war z.B. diesmal das erste mal im Tacheles).

Berlin Tacheles

Sehr nett war vor allem unser Treffen mit Tasja und Mats, die ich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gesehen hatte und mit denen wir am Abend zusammen mit Daniel unterwegs waren.

Berlin

Netterweise wurde das Wetter im Laufe des Wochenendes von Regen mit kaltem Wind über kein Regen mit Wind bis Sonne mit Wind stetig besser, so dass unser Fotorunde auch am Samstag nur durch schmerzende Füße Grenzen gesetzt wurden. Es gibt auch noch einige Fotos, die ich hier genauer zeigen werde - z.B. von Knut, dem Eisbären, von dem ich bereits am Tag vor dem ersten offiziellen Ausflug im Zoo ein spektakuläres Foto schießen konnte.

Das Brunch am Sonntag zusammen mit Flo war dann noch ein schöner Abschluss unserer Berlinreise. Schön war’s - und sicher auch diesmal nicht das letzte mal.

Viele Grüße
Fluffi :)

The Bar at Buena Vista

Montag, den 12. März 2007

The Bar at Buena VistaGestern hatte Caro eine Überraschung für mich. Ich wusste vorab nur, dass es ins Prinzregententheater gehen sollte. Auf dem Weg dort hin hab ich durch geschicktes ständiges Fragen auch herausbekommen, was wir dort genau ansehen: die letzte Aufführung von “The Bar at Buena Vista” mit den legendären kubanischen alten Herren.

Natürlich machen die Opis keine 2 1/2 Stunden am Stück Musik, aber so war das Programm auch gar nicht ausgelegt. Vielmehr wurde eine zufällige Jam Session in einer Bar thematisiert, bei dem jeder mal dran ist aber genug Zeit bleibt, sich hinzusetzen und einen Drink zu nehmen.

Dementsprechend war an der auf der Bühne aufgebauten Bar auch reger Betrieb, die Tänzer saßen in ihren Pausen links und rechts an kleinen Tischen und der 88jährige Sänger nahm zwischendurch auf seinem Schaukelstuhl Platz.

The Bar at Buena Vista

Im ausverkauften Theater war auch die Fläche des Orchestergrabens bestuhlt und da Caro Karten in der zweiten Reihe bekommen hatte, saßen wir keine zwei Meter von der Bühne entfernt. So erreichten uns auch die authentischen Rauchschwaden der kubanischen Zigarren, die hier und da auf der Bühne geraucht wurden. Spaß hatten alle Beteiligten sichtlich an der ganzen Aufführung, bei der - abgesehen von den Tanzeinlagen - nichts im Ablauf einstudiert oder abgesprochen schien.

The Bar at Buena Vista

Am beeindruckensten waren aber wirklich die “etwas” älteren Darsteller. Egal, ob sie sich das Mikrophon mit altersbedingt zitternder Hand vor den Mund halten und dann jeden im Saal mit ihrer Stimme umhauen oder ob sie sich ans Klavier führen lassen und dann in die Tasten hauen wie sonst keiner.

The Bar at Buena Vista

Laut Tourplan auf der Webseite war das gestern leider der letzte Auftritt, allerdings wurde im Laufe des Abends gesagt, dass man noch mal in Frankfurt sei, bevor es wieder zurück nach Kuba geht. Sollte “the Bar at Buena Vista” noch mal nach Deutschland kommen, kann ich einen Besuch nur wärmstens empfehlen. Das war eine gelungene Überraschung und ein sehr schöner Nachmittag.

Viele Grüße
Fluffi :)

Lügende Fotos

Samstag, den 24. Februar 2007

Andreas GurskyHeute sind Caro und ich ins Haus der Kunst, denn dort ist momentan eine Ausstellung von Andreas Gursky, dessen Bilder im Riesenformat weltberühmt sind. Die Fotos sind digital bearbeitet, “Bilder dürfen lügen” dürfte ein recht bekanntes Zitat von Gursky sein.

Uns haben die meisten Fotos sehr gefallen, wären sie nicht so groß, könnte man sie ohne Probleme ins Wohnzimmer hängen. Kleiner wirken sie allerdings wahrscheinlich nicht mehr so gut. Nur an einem Bild sind mir wirklich Details aufgefallen, die im Bild doppelt verwendet wurden. Bei den meisten Bildern fällt das auf den ersten Blick oft gar nicht auf, selbst wenn im Bild bei Details die Perspektive wechselt.

Auf dem Heimweg sind wir dann noch an der Welle vorbeigekommen und da hab ich doch gleich noch ein Foto gemacht. Oder waren es doch mehr als nur eines?

Welle Surfen Muenchen

Viele Grüße
Fluffi :)

Deutsches Museum

Samstag, den 17. Februar 2007

Deutsches Museum MuenchenLetzten Sonntag waren wir zusammen mit Martin, Sebastian, Mimi und ihrem kleinen Bruder im Deutschen Museum, wohl einer der Klassiker für einen sonntäglichen Ausflug. An erstaunlichsten fand ich, was von meinen zahlreichen Besuchen des Museums in Kindheitstagen hängengeblieben ist. Manche Dinge kannte ich noch ganz genau (wie die Wasserschleusen, die sich durch Knopfdruck öffnen und schließen lassen), andere Dinge haben mich damals anscheinend völlig unbeeindruckt gelassen (wie Flugzeuge und Raumfahrt).

Auch bei dem Stapel mit Goldbarren hat es in den hinteren Ecken meines Gedächtnisses noch ganz leise “Klick” gemacht (nein, ich hab das nicht mit dem Auslöser der Kamera verwechselt… denk’ ich zumindest).

Bleibt die Frage, wieso ich erst eine Woche nach dem Ausflug ins Deutsche Museum darüber schreibe. Nun, die Fotos aus Caros Kamera mussten einen etwas längeren Weg hinter sich bringen, wie die Karte grob verdeutlicht.

langer weg

Am Tag nach dem Museumsbesuch flogen die Fotos nämlich inklusive Kamera und Caro mit Zwischenstop in Paris nach Bangalore (schwarze Linie) und erst heute erreichten sie mich per Mail (rote Linie). Kamera und Caro kommen in sechs Tagen per Flugzeug nach.

Viele Grüße
Fluffi :)

Tourist zu Hause

Mittwoch, den 20. Dezember 2006

Vergangenes Wochenende waren wir endlich mal wieder nicht unterwegs sondern zu Hause in München. Noch dazu hatten wir Besuch aus Paris und so war ein extra für Touristen geeignetes Wochenendprogramm geplant. Während des Weihnachtsmärkte-Marathons entstanden dabei auch ein paar neue Münchenfotos in einer - zumindest für mich bis dato - neuen Perspektive.

Muenchen

Sonntags hatten wir leider kein so tolles Fotowetter mehr, daher war die Residenz an der Reihe (sowohl Schatzkammer als auch die Räumlichkeiten selbst), die Caro und ich auch noch nicht kannten. Das lohnt sich wirklich, allerdings sollte man sich doch viel Zeit nehmen. Zum ersten mal hab ich auch so einen Audioguide ausprobiert, der inzwischen in immer mehr Museen angeboten wird. Gar nicht so dumm, so ein Ding - nur irgendwann bekommt man ein heißes Ohr.

Touristen in Muenchen

Viele Grüße
Fluffi, der so kurz vor Weihnachten leider kaum Zeit zum bloggen hat :)

Hochzeit

Sonntag, den 10. Dezember 2006

Gestern waren Caro und ich zusammen mit ein paar Ulmern (Alena, Andreas, Conny und Manuel) auf der Hochzeit von Charlotte und Flo, ebenfalls zwei (Ex-)Ulmer. Nach der standesamtlichen Trauung ging es ins Kloster Benediktbeuern, wo nach Sektempfang ein unverschämt umfangreiches Kuchenbuffet wartete. Ein ausgeklügeltes Rotationsverfahren ermöglichte es, dass jeder an unserem 6er-Tisch von immerhin 12 verschiedenen Kuchen probieren konnte.

Das Foto unten zeigt Brautpaar, einen Teil der Ulmer Gruppe und - die Chance muss genutzt werden - mich im Anzug :)

Hochzeit

Im Rahmen des üblichen Hochzeitprogramms gefiel mir ein Punkt besonders. Jeder Gast bekam eine Karte mit einem Ausschnitt eines Bildes von Miró, das mit Acrylfarben auf Leinwand übertragen werden sollte. So entstand im Laufe des Abends ein echtes Kunstwerk - zwar mit der ein oder anderen Differenz in der Farbinterpretation aber dennoch Wohnzimmertauglich. Die linke untere Ecke des Bildes stammt von Caro und mir.

Hochzeit

Ich brauche wohl nicht erwähnen, dass nach dem Kuchenbuffet ein genau so übbiges Abendessen folgte. Das war vielleicht lecker :)
Noch mal alles Gute an das Brautpaar und danke für die Einladung!

Viele Grüße
Fluffi :)

Ägyptische Impressionen

Donnerstag, den 2. November 2006

EchnatonWer schon immer mal mit Echnaton eine dicke Lippe riskieren wollte, der sollte das Ägyptische Museum in München besuchen. Die Sammlung ist nicht sonderlich groß, aber genau richtig, um einem Nachmittagsspaziergang etwas Kultur unterzujubeln. Ein Besuch lohnt sich also und den Schildern nach kostet es sonntags sogar nur einen Euro Eintritt.

Viele Grüße
Fluffi :)

Münchner Museumsnacht und Besuch

Sonntag, den 22. Oktober 2006

Dieses Wochenende kamen Caros Eltern zum ersten Mal zu uns in die neue Wohnung zu Besuch. Einerseits, um uns bei unseren Vorhangproblem zu helfen (vielen Dank noch mal! - Fotos folgen). Andererseits, um mit uns zusammen die lange Nacht der Münchner Museen zu besuchen. Die fand dieses Jahr schon zum achten mal statt, allerdings das erste mal mit uns. Von den zahlreichen Museen haben wir allerdings nur zwei “geschafft”. Nach der Pinakothek der Moderne folgte die Neue Pinakothek und dann waren wir schon so müde (der berüchtigte einschläfernde Museumsschritt), dass wir nicht noch in einer knappen Stunde (die uns bis zur letzten S-Bahn blieb) durch eine weitere Ausstellung rennen wollten.

Munchen Lange Nacht der Museen

Ich wollte an dieser Stelle eigentlich viele tolle Fotos zeigen, vor allem aus der Pinakothek der Moderne. Aber da ich nicht in der Urheberrechtsfalle landen will, bleiben mir die Eintrittskarte und ich vor einer Nicht-Kunst-Wand. Aber es hindert mich ja niemand daran, ein paar tolle Sachen zu beschreiben.

Zum einen hab ich mein Traumauto gefunden. Das muss was heißen, denn wenn Sebastian (der grad bei BMW in München ist) mir sagt, mit welchen seltsamen BMW-Typen er wann gefahren ist, dann antworte ich ihm immer nur “Auto”. Für mich ist das sowas von gleich, ob das ein 7er, ein X3 oder ein M5 war (musste die Bezeichnungen grad extra auf der BMW-Seite nachlesen). Aber eines der Autos in der Pinakothek der Moderne fiel mir sofort ins Auge, ein “Steyr 55 Baby” von 1938, von dem es Bilder bei Google gibt. Warum konnten die damals so coole Autos bauen und heute nicht mehr? Wobei es von der Seite fast noch besser aussieht als von schräg vorne, wie auf den Bildern zu sehen. Wow!

Radio SK-Reihe Max BraunVon einem anderen Objekt habe ich sogar ein Foto, das urheberrechtlich unbedenklich ist. Das Radio hab ich sofort erkannt, steht es doch bei meinem Papa in der Küche und ist täglich in Betrieb. Ein “Kleinempfänger SK-Reihe” Baujahr 1955 von Braun. Wer Spaß an solchen alten Designstücken hat, sollte sich die Sachen unbedingt mal selbst ansehen. Auch die Grafik- und Kunstsammlung in der Pinakothek der Moderne ist beeindruckend.

Die Neue Pinakothek lohnt sich aber auch, keine Frage. Allerdings muss ich zugeben, dass einige der Bilder aufgrund meiner fortgeschrittenen “Museumskrankheit” (hab gerade bei Caro gelesen, dass sie das so genannt hat) nicht mehr meine volle Aufmerksamkeit geschenkt bekamen. Trotz der geringen “Museen-Quote” von knapp 0.01 hat sich die Nacht wirklich gelohnt und ist - für kommendes Jahr - zu empfehlen.

Viele Grüße
Fluffi :)

Aufholjagd Teil 1 - alte Pinakothek und Englischer Garten

Freitag, den 6. Oktober 2006

Eines ging mir in den letzten Wochen immer wieder durch den Kopf: “Mensch, das könntest du eigentlich bloggen”. Leider merke ich gerade, dass ich viele dieser Ideen schon wieder halb vergessen habe. Um die vergangene Zeit einigermaßen aufzuarbeiten (vielleicht fallen mir dann auch wieder die Ideen ein) fange ich einfach mal von hinten an und werde mich immer weiter in die Vergangenheit zurückschreiben :)

Diesen Dienstag war ja zum Glück ein Feiertag und selbst wenn wir da schon Internet gehabt hätten, wären wir trotzdem sicher aus dem Haus gegangen. Denn wirklich Zeit für München, also mal ein bisschen herumlaufen und Sachen anschauen, hatten wir bisher noch nicht.

Alte Pinakothek in Muenchen

Das Bild oben verdeutlicht den Tagesablauf schon recht gut, auch wenn die Einzelbilder dadurch ziemlich ungünstig angeordnet sind (normalerweise achte ich drauf, dass niemand aus der Seite herausschaut, das sieht meistens doof aus). Von links nach rechts:

  • ich, sitzend auf Kunst vor der alten Pinakothek (die neue hat dienstags geschlossen, wird sich unserem Besuch auf Dauer aber nicht entziehen können)
  • Lichtspiele, im Eingangsbereich des Museums
  • Caro und ich im Englischen Garten, sie in die Kamera schauend, ich hingegen auf etwas zeigend (später mehr dazu)

Die Sonderausstellung “Leonardo. Die Madonna mit der Nelke” haben wir uns nicht angesehen, das hätte vier Euro extra gekostet und außerdem war das Wetter draußen so schön. Also haben wir “nur” die europäische Malerei vom 14. bis 18. Jahrhundert angesehen, auf denen die Menschen auffallend blass, die Darstellungen des jüngsten Gerichts auffallend grausam und die Jadtszenen auffallen blutig waren.

Zurück in der aktuellen Zeit wollten wir dann noch das schöne Wetter ausnutzen. Doch die Jagtszenen holten uns ein, denn mitten im Park wurde zur Fuchsjagt geblasen - worauf ich auf dem Bild oben auch mit dem Finger zeige.

Keine Fuchsjagt

Zumindest wurde ins Horn geblasen und eine ganze Gruppe von Reitern trabte auf dem eigens dafür angelegten Pferderundweg ihre Runden. Leider waren wir zu weit weg, um Sinn und Zweck wirklich zu erkennen. Aber nett sah es aus.

Auf dem Rückweg schon wieder Reiter, diesmal aber berittene Polizisten, denen aus dieser Höhe das mit blauem Textmarker gemalte Nummernschild dieses Mofas wohl entgangen ist :)

Nummernschild

Zum Abschluss des Tages haben wir uns noch an den Filmtipp von Andreas gehalten und “Wer früher stirbt ist länger tot” im Kino am Rosenheimer Platz angesehen (montags wäre Kinotag gewesen, das nächste mal wissen wir bescheid). Wirklich sehr netter Film, Verständnisprobleme hatte ich, im Gegensatz zu Andreas, allerdings keine - auch nicht beim ersten Satz. Den Kino-Tipp kann ich auf alle Fälle weiterreichen.
Für den ersten wirklich freien Tag in München war das schon mal ein sehr guter Anfang, die nächsten freien Tage können kommen.

Viele Grüße
Fluffi :)