Recipebook™ Produkttest

Gestern wurde es von mir eingeweiht bzw. das erste mal aktiv benutzt, das nagelneue, brandaktuelle und hochmoderne Recipebook™ in unserer Küche.

Beschreibung aus dem Katalog: Das formschöne und platzsparende Wandgerät (patentierte Wandhalterung inklusive) ist in der Lage, Rezepte während des Kochens anzuzeigen, quasi on-the-cook. Der hochauflösende und blickwinkelunabhängige Flachbild-Monitor zeigt auf übersichtliche Art und Weise sämtliche Zutaten und Abläufe an, die zum Kochen eines Gerichts notwendig sind. Natürlich kann das Recipebook™ mit weiteren Rezepten nachgerüstet werden, die Speicherkarte (inklusive enthalten) bietet Platz für zahlreiche Gaumenfreunden. Ein Netzwerkanschluss (nur optional) erlaubt sogar das Herunterladen von Rezepten aus dem Internet. Und wenn der Herd kalt bleibt, dann können mit Recipebook™ spannende Spiele gespielt werden.

Recipebook Notebook

Beschreibung aus der Realität: Das für seine schwache Leitung nicht gerade kleine Notebook wurde mittels einer aus Holzresten angefertigten Konstruktion an die Wand geschraubt und dient ausschließlich dazu, Rezepte anzuzeigen (damit man die nicht immer ausdrucken muss). Es handelt sich dabei um das schon vor Jahren ausgemusterte “Notebook” meiner Schwester (P 75 MHz, 8 MB RAM, passiver DSTN-Bildschirm, der bei schnellen Mausbewegungen Schlieren zieht). Auf dem betagten Windows 95 ließ sich immerhin noch ein Word-Viewer und (dank oldversion.com) Acrobat 4 installieren, allerdings muss man ziemlich in die Seiten reinzoomen, um alles lesen zu können. Die Rezepte befinden sich auf einer CF-Speicherkarte, die mit 512 MB die Größe der Festplatte des Notebooks übertrifft. An das Netz anschließen wollte ich das Teil lieber nicht, allein durch einem Virenscanner wäre das wohl hoffnungslos überfordert. Solitär läuft, ist mit Trackpoint aber nicht sehr gut zu steuern.

Fazit: Ich wollte das Notebook eigentlich nicht nach München umziehen, aber Caro fand das Teil so cool, dass wir es doch mitgenommen haben. An die Wand geschraubt macht es sogar wirklich was her – das sollte in keiner Informatikerküche fehlen. Da Caro zahlreiche Rezepte nur digital vorliegen hat, erspart das auf die Dauer auch einiges an Ausdrucken (die dann eh meistens Salatsoße abbekommen und weggeschmissen werden, zumindest bei mir). Ausprobiert habe ich es gestern mit Kürbis-Kartoffel-Auflauf, allerdings ins abgeänderter Form ohne Mett. War wirklich praktisch (das Recipebook™) und lecker zum Glück auch (das Essen).

Viele Grüße
Fluffi :)

12 Responses to Recipebook™ Produkttest

  1. Das Ding wird wohl ziemlich schnell fürchterlich versiffen. Aber cool aussehen tut’s schon :-)

  2. Ja, mit der Zeit wird sich bestimmt ein Fettfilm drauflegen, aber bisher ist das noch nicht der Fall. Hängt auch nicht direkt neben dem Herd, wo es hindampft, sondern an der gegenüberliegenden Wand.

  3. Also ICH find die Idee genial! So kann man seinen “Elektronikschrott” doch noch richtig praktisch recyclen :-)

    Und sieht auf den Fotos WIRKLICH sehr stylisch aus, wie von nem sündhaft teuren Designer eigens dafür gemacht. Man könnte das schwarz oder was auch immer die Farbe ist, ja noch lackieren, so dass es zu den Farben der Küche besser passt.

    Aber insgesamt: GEIL!

    PS: Hoffe, ich schaffe es bald auch mal “in reality” zu euch nach M ;-)

  4. Das Schlimme ist ja, dass das verwendete geölte Holz exakt das Holz der darunterliegenden Arbeitsplatte ist (das Reststück). Ich werd mal Fotos mit einer Gesamtansicht machen, dann sieht man das noch besser.
    Klar kannst du nach München kommen, momentan hast du von Neustadt aus ja nicht so den weiten Weg… also am Besten noch vor Dänemark.

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  8. ist ne nette idee, aber ist es nicht etwas unständlich auf der tastatur zu tippen, so flach an der wand?

  9. Praktisch ist es nicht, aber man tippt ja keine Romane sondern ruft hauptsächlich Rezepte von der Speicherkarte auf und scrollt dann im Rezept herum.

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