Linux – mein Erfahrungsbericht

Die Neuinstallation von Windows ist abgeschlossen, am Abend liefen der Rechner und alle Programme darauf wieder. Gestern Nachmittag hab ich dann das Projekt Linux-Installation gestartet. Es fing gleich lustig an, denn die Installation brach mittendrin ab. Unable to install initrd-Tools. Zum Glück hat Hachi in einem Forum gefunden, dass man die Installations-DVD nicht mit höchster Geschwindigkeit brennen soll und dann der Fehler behoben sei. Eine fehlerhaft beschriebene DVD also, ob ich aus der Fehlermeldung ohne Internet jemals auf einen Lesefehler geschlossen hätte bezweifel ist.

Aber ich wollte nicht aufgeben, also neue DVD gebrannt (schön laaangsam) und noch mal probiert. Die Installation lief dann durch und nach einer Weile war Linux drauf. Als erstes fällt mir auf, dass meine Festplatten und CD-Laufwerke nicht alle da sind. Hm, sollte das vielgelobte Betriebssystem für Server Probleme mit SCSI- und IDE-Raid-Controller haben? Scheint so. Aber beruhigend, dass mich beim ersten Start ein Popup „Bluetooth-Device gefunden“ begrüßt. Na Hauptsache das geht! *hust*

Aber erst mal Internet, denk ich mir und finde gleich ein Konfigurations-Tool für WLAN. Aha, sowohl die Netzwerkkarte als auch die WLAN-Karte sind deaktiviert. Doch das lässt sich nicht ändern, nach einem Klick auf „aktivieren“ wird eine Sekunde lang ein grünes Häkchen vor der Karte angezeigt, aber dann überlegt es sich die Oberfläche doch wieder anders und zeigt die Karte schnell wieder als deaktiviert an. Dementsprechend findet das WLAN-Tool auch keine Netze. Hm, ich fühle mich hilflos und rufe bei Hachi an. Mit seiner Hilfe, einer Anleitung auf ubuntuuser.de, einem Telefonat mit Joe und unzähligen Befehlen in der Konsole klappt mein WLAN drei Stunden später… immer noch nicht. Zwar werden umliegende Netze angezeigt, aber der Zugriff mit WPA-Verschlüsselung funktioniert nicht, denn das Gerät ist angeblich immer noch deaktiviert (seltsam, wieso es dann umliegende Netze suchen und finden kann).

Netter Nebeneffekt: Ich kann inzwischen den Editor Kate reproduzierbar abstürzen lassen, die USB-Festplatte will nicht automatisch mounten (von Hand tut’s dann aber plötzlich) und das durch versehentliches Klicken auf eine ISO-Datei gestartete Brennprogramm lässt sich dann nicht mehr schließen. Während ich um kurz nach halb 12 sowohl Brennprogramm als auch den dann hängenden Desktop mit XKILL beende, frage ich mich, ob mir unter Windows jemals Notepad abgestürzt ist, fahre den Rechner runter und gehe ins Bett.
Viele Grüße,
Fluffi :)

Geschrieben in Computer, Software

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